Druckluftaufbereitung

Notwendigkeit von Druckluftaufbereitung

Erfahrungen aus der Praxis: ... über Sinn und Notwendigkeit von Druckluftaufbereitung

Einsatzbereiche und Funktion

Unter Druckluftaufbereitung verstehen wir die notwendigen Schritte, um die Qualität und Sauberkeit der Druckluft den von den Verbrauchern gestellten Kriterien anzupassen. Dabei ist es besonders wichtig, diese Ansprüche oder Kriterien genau zu kennen, damit keine unnötigen Kosten anfallen.

Beim Kompressionsvorgang gelangen mit der angesaugten Luft Schmutzpartikel (Staub, Ruß usw.), Wasserdampf, Öldämpfe, Lösungsmitteldämpfe und viele andere Stoffe, aus Industrie, Heizung und Verkehr, in den Kompressor.

Aus verschiedenen Messungen ist bekannt, dass normale Umgebungsluft bis zu 140 Millionen Schmutzpartikel pro m3 enthalten kann.

Das bedeutet, dass in auf 8 Bar verdichteter "Atemluft" 1.120 Millionen Partikel pro m3 enthalten sein können. Dazu kommen Feuchtigkeit und Öldämpfe aus Industrie, Heizung und Verkehr.

Die Aufgabe der Druckluftaufbereitung ist es, die Verunreinigungen genau nach den Ansprüchen des Verwendungsgebietes aus der Druckluft zu nehmen. Damit kann dem Druckluftverbraucher jene Qualität zur Verfügung gestellt werden, die er für eine problemlose Funktion seines Verwendungsgebietes benötigt.

Die Qualität der Druckluft wird in der ISO DIS 8573 Norm ausgedrückt und bestimmt.

Verfahren der Druckluftaufbereitung

A) Trocknung

Drei Unterteilungen werden hier vorgenommen:

  • Kondensation
  • Adsorption
  • Absorption

B) Filtration

Bei der Filtration werden immer Partikel und Tröpfchen ausgefiltert, unerwünschte Gase sind mit einem mechanischen Filter nicht auszufiltern, hier benötigt man chemische Reaktionen.

Meistens werden kombinierte Verfahren, Filtration und Trocknung, eingesetzt, um in ökonomischer Weise die Druckluftaufbereitung durchzuführen.
Die einzelnen eingesetzten Verfahren hängen von der verlangten Druckluftqualität ab.

Zwei kombinierte Systeme der Aufbereitung

A) zentrale Grundaufbereitung
B) dezentrale Spezialaufbereitung

ermöglichen eine ökonomische Vorgangsweise bei der Druckluftaufbereitung.

Die Druckluftaufbereitung beginnt bereits im Kompressor. Dort wird durch den Einsatz von Qualitätsfiltern die Vorsorge und Grobarbeit geleistet.

Der Nachkühler, egal ob Luft/Luft- oder Luft/Wasser-Kühler, hat die wichtige Funktion, die Luft auf mindestens Umgebungstemperatur abzukühlen. Dabei kondensiert bereits ein Teil des Wasserdampfes und auch ein Teil des Öldampfes.

Wenn die Druckluft den Kompressor verlässt, beginnt die Feinarbeit der Druckluftaufbereitung:
Trocknung und Filtrierung in den unterschiedlichsten Abstufungen bis hin zur ölfreien, wasserfreien, partikelfreien, geruchs- und geschmacksfreien Sterilluft.

Je nach betrieblicher Anforderung muss individuell entschieden werden, bis zu welchen Stufen die Aufbereitung zentral im Kompressorraum erfolgt und ab wann eine dezentrale Aufbereitung in unmittelbarer Nähe des Einsatzortes erfolgt.

Produkte zur Druckluftaufbereitung

  • Zyklonabscheider
  • Kühltrockner mit Vor- und Nachfilter inklusive elektronischer Kondensatableiter
  • Adsorptionstrockner mit Vor- und Nachfilter inklusive elektronischer Kondensatableiter
  • Mikrofilter mit elektronischem Kondensatableiter
  • Submikrofilter mit elektronischem Kondensatableiter
  • Aktivkohlefilter
  • Sterilfilter
  • Dampffilter und andere Prozessfilter
  • elektronisch gesteuerte Kondensatableiter mit und ohne Heizung
  • Kondensataufbereitungsanlagen (Öl-Wasser-Trennungsanlagen)

Mit dieser Produktvielfalt in den verschiedensten Größen und Kombinationen ist die richtige Druckluftaufbereitung für jede Betriebsgröße und jede Qualitätsanforderung sehr ökonomisch zu erreichen.


Online Anfrage

Wir beantworten gerne
an alle Ihre Anfragen.